Ruth Bodenstein-Hoymeaus neue Musik

Ruth Bodenstein-Hoyme (* 13. März 1924 in Wurzen; † 11. Januar 2006 in Dresden) war eine deutsche Komponistin und Klavierpädagogin.

Leben

Ruth Hoyme wurde als zweite Tochter des Handelsgärtners Walter Hoyme geboren. Sie besuchte in Wurzen die Volksschule und später für einige Jahre das Staatsgymnasium der Stadt. Gegen den Willen ihres Vaters nahm sie in Wurzen Klavierunterricht bei einem Fräulein Reimann. Mit neun Jahren legte sie ihre ersten Kompositionsübungen vor. Durch viele unzählige Auftritte, die sie mit eigenem Fahrrad oft über Land erreichte, hatte sie sich mit den Jahren einen eigenen Flügel zusammengespart. Nach dem Gymnasium absolvierte sie die Frauenfachschule für Hauswirtschaft in Düsseldorf-Kaiserswerth.

Ein Glücksumstand brachte sie 1940 mit der Leipziger Pianistin Elisabeth Knauth (* 1894) zusammen, die ihr inspirierenden Klavier- und Musiktheorieunterricht vermittelte. Sie ermutigte Hoyme auch zum Klavierstudium und bereitete sie für die Aufnahmeprüfung am Leipziger Konservatorium vor. Diese bestand sie 1941. Doch sie musste zunächst ein unvermeidbares Arbeitsdienstjahr in Stettin antreten, ehe sie 1942 mit dem Studium beginnen konnte. Da sich Deutschland aber im Krieg befand, musste sie als Schlosser in der Rüstungsindustrie arbeiten. Sie unterbrach daher ihr Studium bis 1946.

1947 nahm sie ihr Studium wieder auf. Die Professoren Oswin Kelle und Rudolf Fischer waren ihre Klavierlehrer, Paul Schenk unterrichtete sie in Komposition. Dank einer Unterrichtsgenehmigung durch die Musikhochschule nach Kriegsende, erteilte sie von 1946 bis 1953 privaten Klavierunterricht für Wurzener und Leipziger Kinder. Mehrere davon, auch Heimkinder, ohne Honorar. In Wurzen gründete Hoyme außerdem einen Singekreis, der die Menschen durch Gesang und Musik von den Alltagssorgen nach dem Krieg ablenken wollte. Mit ihm fuhr sie auch über Land in die Umgebung Wurzens.

1953 ging Ruth Hoyme als Klavierdozentin an die Hochschule für Musik nach Dresden. Diese Lehrtätigkeit übte sie dort bis 1984 aus. Ihre schon während der Leipziger Studienzeit bei Johann Nepomuk David und Paul Schenk begonnenen Kompositionsstudien setzte sie fort. 1958 heiratete sie den Buchhändler Andreas Bodenstein. Ihr Sohn Christof wurde ein Jahr später geboren, von seiner Mutter musikalisch unterrichtet und debütierte letztlich als Sänger an der Dresdner Semperoper.

1966 entschied sie sich für ein Abendstudium im Hauptfach Komposition, das sie 1971 – als erste Frau an der Dresdner Hochschule – mit einem Staatsexamen abschloss. Ab 1984 wirkte sie freischaffend als Komponistin.

Gesellschaftlich aktiv war sie in der CDU und dem DFD der DDR. Für ihr vielfältiges musikalisches wie auch musikpädagogisches Wirken sowie ihr soziales Engagement erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, z. B. die Pestalozzi-Medaille in Bronze 1964 und in Silber 1973, die Ehrennadel für Komponisten und Wissenschaftler in Bronze 1976 und in Silber 1988. 1982 verlieh ihr die Hochschule für Musik Dresden „Carl Maria von Weber“ ihre höchste Auszeichnung, die Carl-Maria-von-Weber-Plakette. 1993 bekam sie vom Albert-Schweitzer-Komitee die Albert-Schweitzer-Medaille verliehen. Mit Schweitzers Wirken und Texten hatte sie sich intensiv auseinandergesetzt.

Der Maler Rudolf Nehmer fertigte von ihr ein Porträt, das zwischen 1981 und 1982 entstand.

Ruth Bodenstein-Hoyme starb im Januar 2006 in Dresden. Ihr Grab befindet sich auf dem Städtischen Friedhof ihrer Geburtsstadt Wurzen.
Quelle Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Ruth_Bodenstein-Hoyme

Ruth Bodenstein-Hoyme (* 13 March 1924; † 11 January 2006) was a German composer and piano teacher.

Life

Hoyme was born in Wurzen as the second daughter of the commercial gardener Walter Hoyme. She attended the elementary school and later for some years the state high school of the city. Against her father’s will she took piano lessons. At the age of nine she had her first composition exercises. Through many countless performances, which she often reached overland on her own bicycle, she had saved up her own piano over the years. After high school she graduated from the Frauenfachschule für Hauswirtschaft in Düsseldorf-Kaiserswerth.

A fortunate circumstance brought her together in 1940 with the Leipzig pianist Elisabeth Knauth (b. 1894), who gave her inspiring piano and music theory lessons. She also encouraged Hoyme to study piano and prepared her for the entrance examination at the Leipzig Conservatory. She passed this examination in 1941, but she had to spend an unavoidable year of work in Stettin before she could begin her studies in 1942. Since Germany was at war, however, she had to work as a locksmith in the armaments industry. She therefore interrupted her studies until 1946.

She resumed her studies in 1947. The professors Oswin Kelle and Rudolf Fischer were her piano teachers, Paul Schenk taught her musical composition. Thanks to a teaching permit from the Academy of Music after the end of the war, she gave private piano lessons for children from Wurzen and Leipzig from 1946 to 1953. Several of them, including children in care, without fee. Hoyme also founded a singing circle in Wurzen, which wanted to distract people from the everyday worries of the post-war years through singing and music. With him she also travelled overland to the surroundings of Wurzen.

In 1953, Hoyme went to Dresden as a piano teacher at the Hochschule für Musik. She taught there until 1984. She continued her compositional studies, which she had already begun during her Leipzig studies with Johann Nepomuk David and Paul Schenk. In 1958 she married the bookseller Andreas Bodenstein. Her son Christof, born one year later, was taught music by his mother and finally made his debut as a singer at the Dresden Semperoper.

In 1966 she decided to study composition in the evening, a task she completed in 1971 – as the first woman at the Dresden University – with a Staatsexamen. From 1984 she worked as a freelance composer.

She was socially active in the CDU and the DFD of the GDR. She received numerous awards for her manifold musical and music pedagogical work as well as her social commitment, e.g. the Pestalozzi-Medaille für treue Dienste in bronze in 1964 and in silver in 1973, the needle of honour for composers and scientists in bronze in 1976 and in silver in 1988. In 1982 the Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden awarded her their highest distinction, the Carl-Maria-von-Weber-Plakette. In 1993 she was awarded the Albert Schweitzer Medal by the Albert Schweitzer Committee. She dealt intensively with Schweitzer’s work and texts.

Bodenstein-Hoyme died in January 2006 in Dresden aged 81. Her grave is located in the municipal cemetery of her native Wurzen.
Source Wiki: https://en.wikipedia.org/wiki/Ruth_Bodenstein-Hoyme