Francesca Cacciniaus Barock

Sculptor: Anonymous, Photographer: Uncredited, Public domain, via Wikimedia Commons
Francesca Caccini (* 18. September 1587 in Florenz; † 1640 ebenda) war eine italienische Opernsängerin (Sopran), Komponistin und Instrumentalistin. Sie gehört zu den Pionieren der Gattung Oper. Ihre (Ballett)Oper La liberazione di Ruggiero dall’isola d’Alcina (1625) gilt als früheste erhaltene Oper einer Komponistin.

Leben

Francesca Caccini erhielt ihre erste musikalische Ausbildung bei ihrem Vater Giulio Caccini (1551–1618) in Gesang und Laute. 1600, im Alter von 13 Jahren, trat sie in Florenz erstmals als Sängerin auf. Aufgeführt wurde die Oper Euridice von Jacopo Peri mit eingestreuten Teilen aus der Oper Euridice ihres Vaters. Von Claudio Monteverdi gibt es einen Brief an Kardinal Ferdinand von Gonzaga, indem er ihr herausragendes Singen und Spielen von Cembalo, Laute und Gitarre hervorhebt.

Von September 1604 bis Juni 1605 machte die Familie Caccini auf Wunsch von Königin Maria de’ Medici eine Konzertreise an den Hof Heinrichs IV. nach Paris. Unterwegs sang das fünfstimmige Familienensemble Giulio und Margherita (Eltern), sowie Francesca, Settima und Pompeo (Geschwister) in Modena, Mailand, Turin und Lyon. Francesca wurde in Paris eine Dauerstellung angeboten, doch der Großherzog Ferdinando I. de’ Medici beorderte die Familie zurück nach Florenz. Florenz war zu dieser Zeit eines der wichtigsten Kulturzentren. Ihre höfische Stellung behielt Francesca dann bis 1627.

Francesca Caccini – genannt La Cecchina (Singvogel) – zählte zu den besten Sängerinnen ihrer Zeit. Sie begleitete sich selbst auf dem Cembalo, der Laute und der Gitarre. Als ihr Vater 1618 starb, war sie neben Jacopo Peri die wichtigste und bestbezahlte Musiker-Persönlichkeit am Hof der Medici in Florenz.
Quelle Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Francesca_Caccini