Martha von Castelberg-von Orelliaus Expressionismus + neue Musik

Martha von Castelberg-von Orelli (* 5. April 1892 in Zürich; † 1. Oktober 1971 ebenda) war eine Schweizer Komponistin und Musikerin.

Leben

Martha von Castelberg-von Orelli war Tochter des Privatbankiers Paul Carl Edouard von Orelli. Sie lernte mehrere Sprachen und Violine, unter anderem bei Alexander Schaichet sowie autodidaktisch Klavier.

Sie heiratete Victor von Castelberg, den späteren Direktor der Schweizerischen Rückversicherung. Sie sorgte auch für die künstlerische Erziehung ihrer beiden Söhne Carlo und Guido von Castelberg, die wie ihr Vater Juristen wurden, und daneben als Präsident der Kunstgesellschaft respektive als Präsident der Musikkommission der Tonhalle-Gesellschaft das Zürcher Kulturleben prägten.
Ihre Enkelin ist Brida von Castelberg, die frühere Chefärztin des Zürcher Triemlispitals.

In ihrem Haus verkehrten der Schauspieler Ernst Ginsberg, die Sängerin Elsa Cavelti und der Maler Augusto Giacometti.

Zu ihren Mentoren gehörten die Dirigenten Walther Reinhart und Erich Schmid, die sie in ihrem kompositorischen Schaffen ermutigten.

Erste Kompositionen sind bereits von 1912 überliefert. Insgesamt umfasst ihr Œuvre rund 70 Werke, zum grossen Teil sind es Vokalwerke. Eine kleine Auswahl wurde in der Verlagen Hug und Jans gedruckt. Eine besondere Beziehung hatte sie durch ihre Heirat zur rätoromanischen Heimat ihres Mannes, weshalb sie sich oft ins Klosters Disentis zurückzog und verschiedene Texte romanischer Dichter vertonte.

Das romanische Radio widmete ihr ein Portrait. Nach dem Tod ihres Mannes 1957 lebte sie meist zurückgezogen. Ihre Musik wurde unter anderem 1958 an der Saffa, der «Schweizer Ausstellung für Frauenarbeit», aufgeführt. Johannes Fuchs spielte mit seinem Chor und dem Organisten Erich Vollenwyder 1968 ihre Motetten auf Schallplatte ein. Im selben Jahr nahmen Elsa Cavelti und Hans Willi Häusslein eine Platte mit Klavierliedern auf. Und das Radio spielte ebenfalls mit Elsa Cavelti und dem Radioorchester Beromünster Domine non sum dignus für Alt und Orchester ein.

2004 wurde eine Stiftung zu ihren Ehren gegründet (MvC Stiftung).

Quelle MvC Stifung: https://www.mvc-stiftung.chQuelle Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Martha_von_Castelberg-von_Orelli