Helena Munktellaus Expressionismus + Impressionismus + Romantik

Xylography by Gunnar Forssell (1859-1903) / Public domain

Helena Munktell (* 24. November 1852 in Grycksbo; † 10. September 1919 in Stockholm) war eine schwedische Komponistin.

Leben

Helena Munktell wurde auf dem Gut Grycksbo als jüngstes von neun Kindern von Johan Henrik Munktell, dem Patron der Mühle in Grycksbro, und Augusta Munktell geboren. Ihr Vater war ein begnadeter Pianist, was dazu beitrug, dass sie eine gute Ausbildung erhielt. Die Eltern lebten in einer zerrütteten Ehe, und die Mutter Augusta lebte daher überwiegend in Stockholm. Nach dem Tod ihres Vaters zog die ganze Familie nach Stockholm, wo ihre Mutter das Geschäft führte. Sie war die Schwester von Amalia Hjelm und Emma Sparre.

Munktell studierte Gesang, Klavier, Kontrapunkt und Instrumentation bei Conrad Nordqvist, Johan Lindegren und Joseph Dente an der Stockholmer Musikhochschule. Kompositionsunterricht erhielt sie von Ludvig Norman. Im Stockholmer Haus wurde viel musiziert, und es wurden Soireen veranstaltet, wie es damals üblich war. Die Mutter leitete das Geschäft von Stockholm aus, zog aber im Sommer mit der Familie nach Grycksbo, wo das Musikleben wie zu Zeiten des Vaters weiterging.

1870 ging Munktell mit ihrer Mutter zunächst nach Wien, um bei der Lehrerelite Gesang und Klavier zu studieren, und dann nach Italien und in die Schweiz. In Paris beschloss sie 1877 zu bleiben und trat als Sängerin und Pianistin auf. In den folgenden zwei Jahren studierte sie bei Benjamin Godard und Vincent d’Indy. Diese beiden sollten ihre größten Bewunderer werden.

Das Komponieren war nun ihre Hauptaufgabe und Munktells Fähigkeiten wurden allgemein anerkannt. Ihre Werke fanden zunehmend Beachtung, auch wenn sie in Deutschland und Schweden, wo sie 1885 ihr Debütkonzert gab, mit einer gewissen Zurückhaltung aufgenommen wurden. Ihre Lieder wurden in Stockholm als innovative “Juwelen” bezeichnet. Jedoch wurden in Frankreich die größten Erfolge gefeiert. Dort engagierte sich Munktells ehemaliger Lehrer d’Indy für die Verbreitung ihrer Arbeit. Der Geiger George Enescu brachte die Violinsonate op. 21 in Paris zur Uraufführung und spielte sie später in Berlin. Ihre Oper I Firenze wurde 1889 in Stockholm aufgeführt. Die Oper erhielt viel Lob, als sie in Frankreich im Studio ihrer Schwester Emma Sparre aufgeführt wurde. Damit war Munktell die erste schwedische Komponistin, die eine Oper schrieb, einige Jahre vor Elfrida Andrée.

Munktells Stil ist von der französischen Neoromantik inspiriert, sehr harmonisch und fortschrittlich und wurde von ihren Zeitgenossen als kühn angesehen. Das Orchesterstück Burns ist typisch für diesen Stil. Sie illustriert die Launenhaftigkeit der Wellen mit der gesamten Palette des Orchesters, indem sie die Instrumente immer wieder anders einsetzt und ungewöhnliche Kombinationen mit ihnen zusammenstellt. Ein konstanter Fluss wogt, kann aber manchmal plötzlich und unerwartet aufhören, als ob er die Launenhaftigkeit der natürlichen Elemente unterstreichen soll.

Später im Leben, um die Wende zum 20. Jahrhundert, interessierte sie sich für schwedische Volksmusik.

Helena Munktell wurde 1915 zum Mitglied der Königlichen Musikakademie gewählt und gehörte 1918 zu den Mitbegründern des schwedischen Komponistenverbands.

Quelle Wiki: https://sv.wikipedia.org/wiki/Helena_Munktell

Helena Munktell (* 24 November 1852 in Grycksbo; † 10 September 1919 in Stockholm) was a Swedish composer.

Life

Helena Munktell was born at Grycksbo Manor, the youngest of nine children of Johan Henrik Munktell, patron of the mill at Grycksbro Mill, and Augusta Munktell. Her father was an accomplished pianist, which contributed to her receiving a proper education. The parents lived in a discordant marriage, and the mother Augusta therefore lived largely in Stockholm. When her father died, the whole family moved to Stockholm, where her mother ran the business. She was the sister of Amalia Hjelm and Emma Sparre.

Munktell studied singing, piano, counterpoint and instrumentation with Conrad Nordqvist, Johan Lindegren and Joseph Dente at the Stockholm Conservatory of Music. She was taught composition by Ludvig Norman. Much music was performed in the Stockholm home and soirees were given according to the custom of the time. The mother ran the business from Stockholm, but moved with the family to Grycksbo during the summers, where music life continued as in her father’s days.

In 1870 Munktell went with his mother first to Vienna to study singing and piano with the elite teachers, and then to Italy and Switzerland. In Paris in 1877 she decided to stay and performed as a singer and pianist. For the next two years she studied with Benjamin Godard and Vincent d’Indy. The two were to become her greatest admirers.

Composing took over, and Munktell’s skill was widely recognized. Her works received increasing attention, although they were received with some coldness in Germany and Sweden, where she gave her debut concert in 1885. The songs were referred to in Stockholm as innovative “gems”. It was in France that the great stocks were harvested. There, Munktell’s former teacher d’Indy became involved in spreading her work. The violinist George Enescu premiered the violin sonata opus 21 in Paris and later played it in Berlin. Her opera I Firenze was performed in Stockholm in 1889 and received praise when it was performed in France in the studio of her sister Emma Sparre. This made Munktell the first Swedish woman composer to write an opera, several years before Elfrida Andrée.

Munktell’s style was inspired by French neo-Romanticism and is quite harmonious and advanced, and was considered bold by her contemporaries. The orchestral piece Burns is typical of this style. She illustrates the whimsicality of the waves with the whole palette of the orchestra, making constant shifts in the way she uses the instruments and puts together unusual combinations with them. A constant flow undulates, but can sometimes stop suddenly and unexpectedly, as if to underline the capriciousness of the natural elements.

Later in life, around the turn of the 20th century, she became interested in Swedish folk music.

Helena Munktell was elected a member of the Royal Academy of Music in 1915 and was one of the founders of the Swedish Composers’ Association in 1918.

Source Wiki: https://en.wikipedia.org/wiki/Helena_Munktell

Diskografie