Iris ter Schiphorstaus neue Musik

Christian Lehmann, Attribution, via Wikimedia Commons
Iris ter Schiphorst (* 22. Mai 1956 in Hamburg) ist eine Komponistin, Pianistin, Autorin, Bassistin, Schlagzeugerin und Keyboarderin. Sie ist als Komponistin von Ensemblekompositionen, Orchesterwerken und musiktheatralischen Stücken hervorgetreten. Der Durchbruch gelang ihr 1999 mit Ballade für Orchester: Hundert Komma Null. Während im 20. Jahrhundert die Idee des geschlossenen Werks immer mehr durchbrochen wurde, wurde der traditionelle Begriff der individuellen Autorfunktion kaum jemals ernsthaft infrage gestellt. Insofern kommt der exemplarischen Zusammenarbeit mit ihrem zeitweiligen Lebensgefährten, dem Berliner Komponisten Helmut Oehring, in einer Vielzahl von Koproduktionen große Bedeutung zu.

Leben

Der Kindheitswunsch, Tänzerin zu werden, wurde durch eine Krankheit vereitelt. Ihre Mutter war Pianistin und erteilte ihr ersten Klavierunterricht. Von 1973 bis 1978 studierte sie zunächst Klavier an der Bremer Musikhochschule. Nach zahlreichen Reisen durch Europa und Afrika (1978-80) spielte sie als Bassistin, Schlagzeugerin und Keyboarderin in diversen Rockgruppen, unter anderem in der Bremer Frauenband „Bruno und Paul“. Ab dem Jahr 1986 studierte sie zunächst an der FU Berlin, später an der Humboldt-Universität Philosophie, Theaterwissenschaft sowie Kulturwissenschaft. Gleichzeitig besuchte sie Kompositionskurse bei Dieter Schnebel und Luigi Nono sowie musikwissenschaftliche Seminare bei Helga de la Motte-Haber. Ende der 1980er Jahre gründete sie mit Mayako Kubo, Frank Hilberg, Franz Martin Olbrisch und anderen den Verein zeit-Musik. Im Jahre 1990 folgte die Gründung des auf live-elektronische Musik spezialisierten Ensembles Intrors. Von 1996 bis 2001 arbeitete sie zusammen mit ihrem damaligen Lebensgefährten, dem Berliner Komponisten Helmut Oehring.

Iris ter Schiphorst wurde auf der Frühjahrs-Mitgliederversammlung der Akademie der Künste Berlin am 25. Mai 2013 als neues Mitglied in die Sektion Musik gewählt. Seit dem Wintersemester 2015/16 bekleidet sie eine Professur für Medienkomposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 2015 erhielt sie den renommierten Heidelberger Künstlerinnenpreis.
Quelle Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Iris_ter_Schiphorst